Hebräer 12,26+27 da steht noch was im Weg

Hebr 12,26-27

26 Dessen Stimme erschütterte damals die Erde; jetzt aber hat er verheißen und gesagt: »Noch einmal werde ich nicht nur die Erde bewegen, sondern auch den Himmel.«

27 Aber das »noch einmal« deutet die Verwandlung der Dinge an, die als geschaffene erschüttert werden, damit die unerschütterlichen bleiben.

Ja, das hatten die Leute auch gemerkt.

Damals. Als sie an diesem Berg standen.

Dass da die Erde gebebt hat.

Aber natürlich nur da, wo die Leute gerade waren. Beziehungsweise wo Gott gerade redete.

Nicht auf Madagaskar oder den Fidschi-Inseln.

Aber am Ende, sagt Gott, da wird alles beben. Auch die Fidschi-Inseln.

Und kaputt gehen wird es dabei.

Wobei man den Mund nicht zu voll nehmen soll.

Wäre ja blöd, wenn man es hinterher nicht hinkriegt.

Aber der, der das hier angekündigt hat, der ist dafür bekannt, dass er genügend Macht hat.

Er hat das Zeug geschaffen, da dürfte es eine Kleinigkeit sein, es auch wieder zu vernichten. Der wird es wackeln lassen, aber wie!

Wobei schon noch etwas zurück bleibt.

Nämlich der geistliche Anteil von allem.

Der zieht mit um ins neue Reich.

Der Rest ist zu verseucht, der kommt weg.

Und solange dieser Rest da ist, kann auch das neue Reich nicht in Fülle kommen.

Der Rest steht also im Weg.

Bewertungsprobleme

Damit stehen wir natürlich vor der Frage, was eigentlich in welchem Maß wichtig ist.

So in unserem Leben. Im Alltag.

Worauf konzentriert man seine Energien vernünftigerweise.

Was ist tatsächlich erstrangig. Und was dann doch eher nebensächlich.

Wenn dem einen eigentlich schon gekündigt ist, weil es weg muss, damit das andere zur vollen Entfaltung kommt.

Wieviel Zeit wofür?

Ein Zusatzproblem

Ein zusätzliches Problem, das der Klärung bedarf, ist dieses:

Am Anfang gab es kein Universum.

Dann wurde eins geschaffen.

Und am Ende gibt es wieder kein Universum, denn es wird abgeschafft.

Vorher null, am Ende null, was soll dann das Ganze?

Warum hat man das Universum geschaffen, nur um es hinterher wieder abzuschaffen?

Der Unterschied

Die Antwort deutet der Autor hier an:

Es wird eine neue Welt zurückbleiben, die es vorher nicht gab.

Das Universum war somit das Werkzeug, um eine neue Welt zu schaffen.

Wir nennen diese neue Welt „das Reich Gottes“.

Dieses unterscheidet sich von der himmlischen Welt vor der Schöpfung offenbar in zwei Punkten:

  • Der Teufel und das Böse sind draußen. (Sie waren ja im ursprünglichen Himmel noch drin. Darum konnte die Schlange ungestraft im Paradies rumlaufen, darum konnte der Teufel Hiob und Josua verklagen, darum sah Jesus den Teufel vom Himmel fallen.)
  • Es befinden sich Personen im neuen Reich, die freiwillig dort drin sind. Die sind nicht, wie die Engel, zwangshimmlisch.

Das Universum diente (und dient aktuell) also nur dazu, den Sieg über den Teufel durchzusetzen und die Gegenwart Gottes mit Menschen zu erweitern, die ihn lieben und die er liebt.

Dadurch wird aber natürlich in besonderer Weise die Unterschied in der Wichtigkeit der beiden Existenzformen sichtbar.

Das Materielle ist nur vorübergehen und ist nur Mittel zum Zweck. Das eigentlich Ziel der ganzen Sache ist das himmlische Reich.

Und weil das Universum nur bewegliche Masse ist, die einem Zweck dient, darum nennt der Hebräerbrief es „das erschütterliche“, während der Himmel, der das eigentliche Ziel der ganzen Sache ist und damit der Endpunkt der Entwicklung, in diesem Brief „das unerschütterliche“ heißt.

Vergessen Sie bloß nicht, die richtigen Prioritäten zu setzen!